Wie Pusten die Mundmotorik spielerisch fördern kann

Pusten für die Mundmotorik? „Trink doch mal mit dem Strohhalm!“ „Puste die Kerze aus!“ „Wollen wir Seifenblasen machen?“ Viele Eltern machen solche kleinen Übungen ganz intuitiv. Und tatsächlich können spielerische Mundmotorik-Aktivitäten Kinder dabei unterstützen, ihre Mundmuskulatur bewusster einzusetzen.

Was ist Mundmotorik überhaupt?

Zur Mundmotorik gehören alle Bewegungen von:

  • Lippen
  • Zunge
  • Wangen
  • Kiefer
  • Atmung im Zusammenspiel mit dem Mund

Diese Bewegungen brauchen Kinder nicht nur zum Essen und Trinken — sondern auch fürs deutliche Sprechen.

Denn Laute entstehen durch fein abgestimmte Bewegungen.

Zum Beispiel:

Die Lippen formen ein P oder M
Die Zunge bildet Laute wie L, T oder S
Der Luftstrom spielt bei vielen Lauten eine wichtige Rolle

Warum Pusten für die Mundmotorik hilfreich sein kann

Pusten macht Kindern Spaß — und kann gleichzeitig bestimmte Fähigkeiten anregen:

✨ bewusste Lippenrundung
✨ dosierter Luftstrom
✨ Atemkontrolle
✨ Koordination zwischen Atmung und Mundbewegung

Spielideen:

  • Watte pusten
  • Feder-Rennen
  • Kerzen auspusten
  • Tischtennisball pusten
  • Seifenblasen

Und was ist mit dem Strohhalm?

Auch das Trinken mit dem Strohhalm fordert:

  • Lippenkraft
  • Saugbewegung
  • Koordination
  • Mundschluss

Besonders spielerisch wird es mit:

Smoothies
dickeren Getränken
lustigen Strohhalmformen

Aber wichtig: Nicht jede Übung hilft automatisch beim Sprechen

Hier ist Ehrlichkeit wichtig:

Ein Kind lernt nicht automatisch einen schwierigen Laut nur durchs Pusten.

Wenn zum Beispiel ein S, SCH oder R falsch gebildet wird, braucht es oft gezielte sprachtherapeutische Übungen.

Mundmotorik kann unterstützen — ersetzt aber nicht jede Lauttherapie.

Unser Tipp

Am besten funktionieren Übungen, wenn sie sich nicht wie Training anfühlen.

Spiel statt Druck.

Denn Sprache lernt sich leichter mit Freude.

Mundmotorik Übungen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner